Talentförderung im Südwestdeutschen Fußballverband

Von den DFB-Stützpunkten zur Verbandsauswahl

 

Die erste Stufe der Talentförderung findet im Südwestdeutschen Fußballverband und auch deutschlandweit in den DFB-Stützpunkten statt. Dort trainieren die talentiertesten 11- bis 14jährigen Kinder einer Region (also die Altersstufen U12- bis U15-Junioren) unter Anleitung von lizenzierten Trainern einmal wöchentlich zusätzlich zu ihrem Vereinstraining.

 

DFB-Stützpunkt Winzenheim

Trainer Guido Fring

B-Lizenztrainer Guido Fring stammt aus Gensingen, und bringt  als erfolgreicher Nachwuchstrainer bei Hassia Bingen Regionalligaerfahrung mit.

 

Trainer Jean Iyabi

Jean Iyabi hatte mit dem Fußballspiel in seinem Heimatland Kamerun begonnen. Als er nach Deutschland kam, spielte er als Aktiver mit dem TuS Metternich in der Verbands- und Landesliga. 1992 zog er studienbedingt nach Bingen um und wurde dort gleich Jugendbetreuer bei der Hassia. Der 46-jährige Ingelheimer ist zudem in der Rotweinstadt noch Jugendtrainer der Verbandsliga-B-Junioren.


Das neue Trainergespann Fring/Iyabi ergänzt sich ideal: die beiden sind langjährige Weggefährten und inzwischen auch gute Freude, haben im mehreren Vereinen schon Hand in Hand gearbeitet. „Das war auch der Grund, warum ich zusagte, als mir Verbandstrainer Schlösser diese Aufgabe anbot“, sagte Fring, der sich ebenso wie A-Lizenztrainer Iyabi schon sehr auf die erneute Zusammenarbeit freut.

 

Kennengelernt haben sich Iyabi und Fring 1993 beim C-Schein in Edenkoben und waren seitdem im gleichen Verein aktiv - meist sogar in direkt benachbarten Altersklassen, so dass eine ganz enge Zusammenarbeit bestand. Als Fring bei Hassia die A-Junioren trainierte, war Iyabi B-Junioren-Trainer, in Gensingen und Waldalgesheim war dann Fring jeweils Aktiventrainer und Iyabi arbeitete im als A-Junioren-Coach zu. 2006 trennten sich die Wege: Iyabi ging beruflich in die USA, Fring machte eine Trainerpause und genoss Fußball lieber als Vater von Konstantin, der 2009 mit Mainz 05 Deutscher A-Juniorenmeister wurde. Seine Trainerlaufbahn hatte Fring 1991 mit der E-Jugend von Hassia Bingen begonnen.

 

Er bildete dabei den hervorragenden 83er Jahrgang aus, aus dem etliche Profis wie etwa Jan Schlaudraff (Borussia Mönchengladbach, Aachen, Bayen München und Hannover 96) oder Karim Dietz (1. FCK, Eintracht Frankfurt, Karlsruhe) herauswuchsen. Die Jungs hatte Fring nach oben begleitet und war jeweils mit der B- und A- Jugend in die Regionalliga als höchster Spielklasse aufgestiegen.

 

In seinem Wohnort Gensingen ist der 51-jährige heute noch als zweiter Mann bei den C-Junioren aktiv, weil dort sein anderer Sohn spielt.

 

Ein Schwerpunkt beim Training im Stützpunkt Winzenheim ist derzeit das Kombinationsspiel bis zum Angriff, das nach einem festen Lehrplan des DFB in Gruppen und mit verschiedenen Spielformen unterrichtet wird: „Der Vorteil beim Stützpunkttraining ist, dass wir ein Thema durchkauen können, bis es sitzt“, erläuterte Iyabi.

 

Derzeit werden in Winzenheim 45 Kinder aus den Jahrgängen 96 bis 99 gefördert.